Der Verlauf des Jahres 2010 war für die Getreide- und Ölsaatenmärkte anfangs von normalen Preisschwankungen in einem leichten Seitwärts-bzw. Abwärtstrend geprägt. Zur Jahresmitte, knapp vor Beginn der Getreide- ernte auf der Nordhalbkugel, zeichnete sich ein einschneidendes Szenario in Russland ab.
Wegen einer Jahrhundertdürre sah sich die russische Regierung veranlasst, ein Exportverbot für die ganze Saison zu verhängen. Das hat uns in der Realisierung der geplanten Mengen stark behindert.
Der Aufkauf von Nischenprodukten erlaubte es diesem Geschäftsfeld, Ausfälle von diesem Ursprung zu kompensieren und ein positives Ergebnis zu erreichen. Diese Extremsituation schlug sich auch in der Durchführung unserer Exporte aus der Ukraine und den anderen Schwarzmeerländern Rumänien und Bulgarien nieder. Obwohl wir mit erhöhten Kosten, teilweise für Ersatzeinkäufe und auch für Quotensysteme konfrontiert waren, gelang es uns, durch ange-
messene Positionierung ein gutes Ergebnis in der Schwarzmeerregion zu erzielen. Unsere eigene Aufkaufsorganisation in Rumänien hat dazu bei- getragen, dass bestimmte Ersatzeindeckungen rechtzeitig erfolgen konnten.
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In der Ukraine haben wir in der Region Pyryatin einen Erfassungssilo fertiggestellt und in Betrieb genommen.
Unsere traditionellen Kunden in Nordafrika und
im Nahen Osten sahen sich durch diese über-
raschenden Entwicklungen gezwungen, ihre Einkaufsentscheidungen zügig zu treffen. Insbesondere unsere Maislieferungen in diese Region konnten bei zufriedenstellenden Margen stark ausgeweitet werden. In unserem bedeu-
tenden Markt Iran machten sich die verhängten Sanktionen durch eingeschränkte Liefermöglich-
keiten aus Argentinien bemerkbar. Erfreulicher-
weise konnten wieder Reislieferungen dorthin in einem größeren Ausmaß begonnen werden. Ebenso gelang es uns, in der Direktvermarktung im Iran interessante Mengen durch unsere eigene Vertriebstochter zu realisieren, was auch einen wichtigen Ergebnisbeitrag darstellt.
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