Die Weltwirtschaft kam nach den Turbulenzen
um den Jahreswechsel 2008/2009 langsam in
ein ruhigeres Fahrwasser.

Freilich waren die Entwicklungen regional unter-
schiedlich. Wir sahen gute Nachfrage nach Commodities im Fernen Osten. Europa ent-
wickelte sich langsamer, aber stabiler. Aus den USA kamen viele positive Nachrichten, die Situation würden wir aber insgesamt volatiler einschätzen. Die Preise aller Commodities waren über das Gesamtjahr gesehen im Steigen, ver-
stärkt ausgeprägt im Nichteisenmetall-Bereich. Die Volatilitäten nehmen generell in allen Commodity-Bereichen zu. VAIT hat sich gut behauptet und weist im Vergleich zu 2009 konstante Unternehmensdaten auf. Bei einem Umsatz von 1.027,2 Mio EUR (Vorjahr: 1.012,0 Mio EUR) erwirtschafteten wir ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 24,6 Mio
EUR (Vorjahr: 22,9 Mio EUR). Die Mengen waren insgesamt weitestgehend konstant.

Mit dem Aufsichtsrat haben wir über das gesamte Jahr die strategische Entwicklung der VAIT inten-
siv behandelt. Das endgültige Strategiepapier wurde im Oktober verabschiedet und wir sind derzeit dabei, die darin enthaltenen Maßnahmen umzusetzen. Realistisch ist dies nur durch einen

 

 

Aufbau der Eigenmittel des Unternehmens mö-
glich. Die Gespräche dazu haben mit unseren Aktionären begonnen.

Im Bereich Stahl haben wir mehr Massengüter inkl. Rohstoffe wie Pig Iron und Schrott bewegt. Im Absatz von Pig Iron konzentrieren wir uns vermehrt auf die Mittelmeerländer, nachdem in den Vorperioden der Schwerpunkt der Lieferungen nach China und USA ging. Im Bereich von Schrott lag unser Fokus auf der Türkei bzw. Italien. In diesem Segment realisieren wir vorsichtig Expan-
sion. Schwierig war die Entwicklung bei einer unserer traditionellen Sourcen AMURMETAL,
da nach wie vor finanzielle Engpässe, die die Vollauslastung der Produktion verhindern, vor-
handen sind. Alle anderen Sourcen entwickeln sich stabil. Die Preise waren gegen Jahresende fester, so dass wir mit guten Aussichten in das Jahr 2011 starten.