Erratische Preisentwicklungen gab es im Bereich Nahrungsmittel. War die Entwicklung der Notie-
rungen bis Jahresmitte weitgehend stabil - gepaart mit guten Ernteaussichten für Osteuropa – sahen wir im Mai/Juni zum Teil Überschwem-
mungen, zum Teil Mangel an Niederschlag in Teilen der Ukraine und Russlands. Die Befürch-
tung von Missernten führte zu Exportverboten
aus Russland bzw. einem Quotensystem in der Ukraine. Bestehende Verträge zu verändern,
war mit entsprechender Hektik verbunden. Das Umfeld war zum Teil extrem schwierig, doch haben wir uns gut geschlagen und ohne große Rückschläge die Chancen im Markt wahrnehmen können. Freilich kam es zu einer gewissen regionalen Veränderung im Absatzgebiet. Teile Nordafrikas wurden intensiver bearbeitet, ebenso Länder des Nahen Ostens. Im Handel mit Reis konnten wir konstante Mengen bewegen. Auch hier sehen wir Erweiterungspotenzial gemeinsam mit traditionellen Lieferanten im Jahr 2011.
Generell steigen aufgrund der zunehmenden Volatilitäten Risken, aber naturgemäß auch Chancen. Der Trend zur Non-Performance bei extremen Preisschwankungen nimmt zu.
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Im Handel mit Chemikalien konnten wir kaum neue Kraftstoffgeschäfte abschließen. Die Rah-
menbedingungen für dieses innereuropäische Geschäft und die hohen Volatilitäten haben dies verhindert. Das Fehlen dieser Geschäftsstrukturen wurde durch Ausbau der Tradingaktivitäten in anderen Geschäftssegmenten margenmäßig überkompensiert. Der Bereich Industriechemi-kalien konzentrierte sich weiter auf die Servi-
cierung von Partnern, die aufgrund der Krise
2008 in Schwierigkeiten waren, deren Situation sich aber stabilisiert.
Erweitern konnten wir auch den Handel mit Flüssiggas und unsere Absatzstruktur in Latein- amerika für Plastics konnte weiter ausgebaut und gefestigt werden.
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