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Der Brexit, die politische Entwicklung in der Türkei, das gescheiterte Referendum in Italien und nicht zuletzt der Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA, wer hätte das zu Beginn des Jahres 2016 prognostizieren wollen? Spätestens seit vergangenem Jahr ist deutlich, dass Volatilität, Unsicherheit und scheinbar Unmögliches möglich und damit wie es Neudeutsch heißt zum „New Normal“ wurde.

Die weltweiten Krisenherde nehmen tendenziell eher zu als ab. Das Verhältnis zu Russland ist nach wie vor durch Sanktionen belastet, die politischen Verhältnisse in der Ukraine ebenso wie in Syrien ungelöst, Teile von Westafrika versinken im Terror und schrecklichen humanitären Katastrophen. Viele Fragestellungen aus den Vorjahren sind nach wie vor unbeantwortet. Sicherlich, die Flüchtlingsströme sind etwas abgeebbt, dafür werden die seit Beginn der Flüchtlingsbewegung erkennbaren Schwierigkeiten der zum Teil gar nicht gewollten Integration immer offensichtlicher. Die Politik des billigen Geldes zu Lasten der Zukunft überdeckt die ursächlichen Probleme, die nicht ansatzweise gelöst werden. Die Menschen spüren, dass die Politik mit der auch durch die Digitalisierung komplexer werdenden Welt zunehmend überfordert ist. Die daraus resultierende Uneinigkeit in der Europäischen Union zeigt die Mängel und Fragilität des Konstrukts. In dieser Situation bieten Populisten allzu gerne scheinbar einfache Lösungen an und werden häufig aus Protest gewählt, wodurch sich die Lage weiter destabilisiert.

Der Handel lebt ein gutes Stück weit vom Wandel als solchem und muss sich dabei immer neu erfinden. Das erste Halbjahr war noch von historisch niedrigen Commodity Preisen geprägt. Nicht zuletzt aufgrund der erwarteten Zinserhöhungen in den USA hat sich der U$ Dollar gegenüber dem Euro stärker entwickelt. Insbesondere seit dem zweiten Halbjahr zeichnet sich eine Erholung bei den Commodity Preisen ab.

In diesem Umfeld hat sich die VA Intertrading auch 2016 insgesamt respektabel geschlagen. Trotz all dieser Widrigkeiten ist es den MitarbeiterInnen der VA Intertrading wiederum gelungen, die gehandelten Mengen kontinuierlich zu steigern. Dass der ausgewiesene Umsatz in den letzten Jahren trotzdem nur geringfügig zugelegt hat, liegt an dem insgesamt immer noch niedrigen Niveau der Commodity Preise. Gleichwohl konnte bei konservativen Bewertungsansätzen das Ergebnis erneut um 13,4 % auf nunmehr 12,71 Mio. Euro gesteigert werden.

Aus dem Jahresüberschuss 2015 wurden 4,5 Mio. Euro in die Rücklagen eingestellt. Dadurch wurden die Eigenmittel um 12,16 % auf nunmehr 61,80 Mio. Euro erhöht. Mit dieser Maßnahme wurde die bereits solide Kapitalbasis vorausschauend gestärkt, um auch für sich abzeichnende zukünftige Geschäftsmöglichkeiten frühzeitig Rechnung zu tragen und gewappnet zu sein.

Aufgrund der bereits in den Vorjahren abgeschlossenen Verträge auf Eigentümerebene entwickelt sich die Aktionärsstruktur planmäßig. Bis zur endgültigen Abwicklung der vertraglich vereinbarten Anteilsübertragungen Mitte 2017 und darüber hinaus ist die stabile Mehrheit österreichischer Kernaktionäre, bestehend aus Mitarbeitern und Management, sichergestellt und fest verankert.

Der Aufsichtsrat hat seinen Verpflichtungen entsprechend die Aufsicht geführt und den Vorstand mit Rat begleitet. Dazu hat der Aufsichtsrat sich im Jahr 2016 in 4 Sitzungen vom Vorstand über den Geschäftsverlauf berichten lassen sowie wesentliche Geschäftsfälle und Maßnahmen erörtert und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in sämtlichen Sitzungen anhand eines ausführlichen schriftlichen Berichts über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der VA Intertrading informiert. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates regelmäßig vom Vorstand über den Lauf der Geschäfte berichten lassen.

Im Besonderen hat der Aufsichtsrat die Umsetzung des im letzten Jahr erarbeiteten Strategiekonzepts für den Stahlbereich überwacht. Die eingeleitete Fokussierung auf Spezialitäten wird konsequent weiter verfolgt. Der Aufsichtsrat befasste sich mit dem Inhalt von Anstellungsverträgen der Vorstandsmitglieder und überprüfte deren Vergütung in regelmäßigen Abständen. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds beschäftigt sowie den Anstellungsvertrag eines zukünftigen Vorstandsmitglieds verhandelt, genehmigt und für die VA Intertrading AG abgeschlossen.

Die Aufgaben des Prüfungsausschusses wurden vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen. Er tagte zweimal und befasste sich neben der Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses mit den zusätzlichen Aufgaben gem. § 92 Absatz 4a AktG, insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Überprüfung der Wirksamkeit der internen Kontroll-, Revisions- und Risikomanagementsysteme.

Die KPMG Austria GmbH, Wien, hat als Abschlussprüfer den Jahresabschluss der VA Intertrading AG zum 31. Dezember 2016 geprüft und dem Jahresabschluss 2016 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat dankt allen MitarbeiterInnen, ihren Vertretern und dem Vorstand dafür, dass sie im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Wohle unseres Unternehmens zusammen eingetreten sind und mit ihrem außerordentlichen Engagement gemeinsam die vorliegenden Erfolge erzielten.

Dr. Hanno Bästlein

Vorsitzender des Aufsichtsrates

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