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Nahrungs- und Futtermittel.

Die Preise von Getreide und Ölsaaten verzeichneten aufgrund guter Ernteerträge eine Seitwärtsbewegung auf eher niedrigem Niveau. Trotz schwieriger werdenden Rahmenbedingungen konnte die Vermarktung von Reis weiter ausgebaut werden.

Das niedrige Preisniveau für Getreide und Ölsaaten setzte sich 2017 in einem Seitwärtstrend fort. Gutes Wetter in Südamerika ließ dort die Produktion vor allem für Mais und Sojabohne steigen. In den USA sahen wir bei Weizen aufgrund der Witterung im Spätwinter (exzessive Schneestürme) und dann auch im Sommer (Trockenheit) Preisanstiege bei den Weizen Futures. Auch die Preise für Mais und Sojabohne stiegen wegen dieser Trockenheit an den US Termin-märkten kurzfristig an.

Die gute Versorgungslage war trotz der anhaltend guten Nachfrage aus Fernost, vor allem für Sojabohne nach China auch der Grund, dass über das Jahr gesehen kein markanter Preisanstieg zustande kam. Ebenso hatten wir in den übrigen Produktionsgebieten auf der Nordhalbkugel eine gute bis sehr gute Ernte (Weizenrekordernte in Russland) zu verzeichnen.

Unsere wichtigsten Absatzmärkte in Nordafrika und im Nahen und Mittleren Osten konnten somit gut mit Ware aus dem Schwarzmeerraum versorgt werden. Weizen aus den USA und auch aus Frankreich fand somit weniger Käufer in diesen Regionen. Für unsere Kunden in MENA konnten wir aber auch bedeutende Mengen an Sojabohne und Sojaschrot kontrahieren. Auch unser traditionelles Geschäft in Spanien, wo wir hauptsächlich Futter- und Mahlweizen lieferten, wurde in dieser Saison erfolgreich fortgeführt.

Die Schiffslogistik im Kaspischen Meer war heuer mangels verfügbarer Schiffskapazitäten besonders schwierig. Trotzdem gelang uns erneut die Lieferung großer Volumina an kasachischer und russischer Gerste in den Mittleren Osten.

VAIT hat im Jahr 2017 beträchtliche Reismengen nach West- und Nordafrika gehandelt. Trotz zunehmend instabiler Märkte, die ihre Ursachen in unvorhersehbaren Regierungsentscheidungen, schwierigen Wetterbedingungen und verstärktem Wettbewerb hatten, konnte VAIT die Aktivitäten im Reishandel weiter ausbauen. Während die Volumina nach Westafrika leicht gestiegen sind, erhöhte sich das Handelsvolumen nach Nordafrika substantiell.

Die weltweite Reisproduktion 2016/2017 wuchs um 2,7% im Vergleich zur Vorperiode und erreichte 486 Mio. mt. Dieser Zuwachs ist hauptsächlich den günstigeren Wetterbedingungen geschuldet, die auf die trockenen Phasen im Jahr 2015/2016 folgten. Die großen Exporteure in Asien, Indien und Thailand hatten auch bessere Erträge als im Vorjahr. Das Handelsvolumen bei Reis im Jahr 2017 erhöhte sich auf 43,7 Mio. mt und der Warenstrom aus Asien nach Afrika konnte deutlich zulegen. Eine bemerkenswerte Entwicklung gab es in China, dem größten Nettoreisimporteur, welcher dieses Jahr auch die Exporte beträchtlich steigerte, insbesondere nach Afrika.

Das Preisniveau im Reismarkt war generell, wie bereits in den Vorjahren, eher niedrig und bestimmt von Asien (Indien, Thailand, Vietnam und Pakistan). Indien war der größte Reisexporteur mit attraktiven Preisen. Südamerikanische Preise blieben auf höheren Niveaus als asiatische und waren daher nicht kompetitiv in unseren afrikanischen Absatzmärkten. Unser größtes Handelsvolumen im Jahr 2017 kam aus Indien, wo wir die starke Marktposition verteidigen konnten. Zudem konnten andere Ursprünge wie Europa und USA entwickelt werden.

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