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Mit einer nachhaltigen Erholung der Frachtraten wird nicht gerechnet, auch wenn ein leichter Aufwärtstrend festzustellen ist. Ein Anstieg der Nachfrage hängt im Wesentlichen von der weiteren Entwicklung der Stahlproduktion in China ab.

Fracht

Die Raten zu Jahresbeginn waren sehr niedrig und erreichten im Februar sogar ein Allzeittief. Es folgte eine konstante Erholung bis zur Jahresmitte und dann ab dem späten Sommer sogar eine beachtliche Steigerung bis zu lange nicht mehr gesehenen Höhen. Analysten vermuten, dass sich das Gleichgewicht zwischen Neubauten und Verschrottungen stabilisiert hat und Hoffnung auf einen vorsichtigen Optimismus besteht. Hat der edle Ritter Don Quijote die Windmühlen besiegt und haben die dementsprechenden Maßnahmen zu einem positiven Erfolg geführt? Wir hoffen, dass sich dieser Prozess global fortsetzt und auch die staatlichen Subventionen für Schiffswerften (wie z.B. in China) eingestellt werden.

Es gab ja wertvolle Gelegenheiten, aus den Erfahrungen des überhitzten Frachtmarktes von 2004 – 2007 und dem folgenden Absturz in 2008 (dem Jahr der Lehmann Pleite) zu lernen. Die Nachhaltigkeit eines einst prosperierenden Marktes darf immer noch angezweifelt werden, da die schlimmen Zeiten zu schmerzhaft gewesen sind, um wieder Vertrauen zu finden, aber längerfristig gesehen besteht eine schimmernde Hoffnung auf einen signifikanten und andauernden Aufschwung.

Das Jahr 2017 wird noch keinen bemerkenswerten Umschwung bringen, aber der Aufwärtstrend wird sich fortsetzen.

Freight Futures

Für den Handel mit FFA’s (Forward Freight Agreements) gestaltete sich 2016 als schwieriges Jahr. Es ist momentan kein Wachstum im Markt, ganz im Gegenteil, es sind die gehandelten Volumina 2016 im Vergleich zum Vorjahr sogar gesunken. Experten gehen nicht davon aus, dass sich dies 2017 ändern sollte, es ist jedoch zu erwarten, dass die Volumina zumindest nicht weiter sinken sollten. Als Hauptgrund für den Rückgang des Handels mit FFA’s wird das anhaltend niedrige Ratenniveau gesehen. Speziell jene Marktteilnehmer, die FFA’s zur Risikoabsicherung einsetzen, haben in so einem Markt-umfeld weniger Bedarf. Auch wir haben 2016 davon Abstand genommen, derartige Instrumente zur Absicherung von Frachtraten einzusetzen. Es gestaltet sich immer schwieriger, FFA’s zur Absicherung spezieller Einzelgeschäfte einzusetzen, da bereits 85% des Handels mit FFA’s auf den Baltic Exchange Capesize, Panamax, Supramax and Handysize Time Charter average Indexen basieren und lediglich 15% auf individuellen Routen. Dies führt zu einer Abnahme der so wichtigen Liquidität in diesen Segmenten. Nichtsdestotrotz verfolgen wir auch diesen Markt genau, speziell für die Einschätzung künftiger Frachtniveaus. Für 2017 zeigen die Futures annähernd gleichbleibende Frachtraten, mit Ausnahme einzelner saisonaler Schwankungen. Das heißt, wir erwarten für Ende des Jahres ähnliche Niveaus wie jetzt zu Beginn.

Novolog Services

Im Jahr 2016 konnte das Gesamtvolumen im Vergleich zu 2015 um 23 % gesteigert werden. Bemerkenswert ist, dass diese Steigerung trotz gleichbleibender Raten und Margen erzielt werden konnte, was natürlich auch ein verbessertes finanzielles Ergebnis mit sich gebracht hat. Die Kundenliste hat sich im abgelaufenen Jahr nicht geändert und auch die beiden wichtigsten Exportgüter Pig Iron ex Donetskstahl und Tonerde von diversen Lieferanten konnten gehalten werden. Es ist nach wie vor eine sehr gute Nachfrage nach speditionellen Leistungen in den ukrainischen Häfen festzustellen. Dies stimmt uns positiv für die weitere Zukunft. Durch die sehr enge Zusammenarbeit mit dem Novolog Terminal können hochqualitative und allumfassende Leistungspakete angeboten werden, um die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen.

Novolog

2016 war ein stabiles Jahr für unseren Umschlagsbetrieb im Hafen von Odessa. Novolog hat seinen Status als einer der stärksten Stückgut- und Rohstoffterminals bestätigt. Es ist uns gelungen, die geeignetsten Ladungen und Geschäftsbereiche zu guten Marktkonditionen zu halten. Alle unsere traditionellen Kunden haben uns weiterhin ihr Vertrauen ausgesprochen und durch die enge Zusammenarbeit mit den Nachbarterminals war es auch möglich, reduzierte Mengen von BMZ durch zusätzliche Exportvolumina von Arcelor Mittal zu kompensieren. Seit Mitte 2016 beobachteten wir ein Anhalten der Anstiege der Umschlagsraten und es sind auch weitere Erhöhungen beziehungsweise eine signifikante Steigerung auszuschließen. Das derzeitige Marktniveau erlaubt gute, finanzielle Ergebnisse und Novolog profitiert zusätzlich von niedrig gehaltenen Eigenkosten. Für das nächste Jahr planen wir Verbesserungen im Bereich der Hafenlogistik und Schienenausbau. Diese Steigerung der Annahmekapazitäten sollte uns erlauben, die erwarteten Erhöhungen der Stahlexportmengen von Arcelor Mittal sowie die wiederbelebten traditionellen Transitmengen von BMZ problemlos abzuwickeln. Gemeinsam mit unseren konstanten Pig Iron und Tonerde Ladungsmengen sehen wir daher die Möglichkeit, 2017 ein noch besseres Ergebnis erwirtschaften zu können.

Die momentanen positiven Marktkonditionen für Stahl und Pig Iron lassen uns dennoch nicht von der Realisierung unseres Getreidesilos Abstand nehmen und obwohl sich im abgelaufenen Jahr nichts Wesentliches in dieser Hinsicht getan hat, denken wir doch, dass es sich dabei um ein lohnendes Zukunftsprojekt der Novolog handeln wird.

Vadeco

Trotz der Tatsache, dass im Jahr 2016 die Zahl der Kunden rückläufig war, kann ein höherer Ertrag vor Steuern und eine Steigerung der Mengen berichtet werden. Es wurden insgesamt mehr als 800.000 Tonnen transportiert und der Umsatz auf über 60 Millionen Lei gesteigert. Im Spätsommer des Jahres wurde der Lei gegenüber dem USD stark aufgewertet. Der Rohertrag lag mit etwa 3,5 Millionen Lei über den Zahlen von 2015. Hauptkunde war wieder die VA Intertrading, allerdings nur mit ca. einem Fünftel der Mengen aus 2015. Der Vertrag mit OMV Petrom sowie der Transport von Kohle konnten zumindest teilweise die Reduzierung der eigenen Waggons und die niedrigeren Frachten für Getreide wettmachen. Mit über 95.000 Tonnen lagen die beförderten Getreidemengen nur knapp über der Hälfte der Mengen aus 2015. In der zweiten Jahreshälfte konnte zwar eine Steigerung der Mengen notiert werden, welche aber die Rückgänge aus den Sommermonaten nicht ausgleichen konnte. Die Landwirtschaft erzielte ein Rekordjahr mit Spitzenerträgen für Weizen und Raps. Dies wurde auch unterstützt durch eine Senkung der Mehrwertsteuer auf 9% für Dienstleistungen und Maschinen. Die Preise fielen und Exporte – speziell für Weizen – konnten gesteigert werden. Erstmals seit 10 Jahren lag der Ernteertrag pro Hektar bei über 4 Tonnen. Trotz des Anstiegs der Exportmengen ist es für die privaten Unternehmer schwieriger geworden, sich in einem politisch sehr unsicheren Umfeld Anteile zu sichern, während die staatlichen Operateure den Löwenanteil unter sich aufteilen. Nichtsdestotrotz sehen wir – auch bedingt durch die Partnerschaft mit Rail Cargo Logistics – die Vadeco in einem sicheren Fahrwasser. Auch durch eine Verschlechterung der Begleitumstände wird die Vadeco ihre Position halten können und weiterhin zu einem guten Gesamtergebnis beitragen.

Danube Grain

Unser Silo in Gostinu hatte ein gutes Jahr mit ca. 70.000 Tonnen Umschlagsvolumen, wobei es sich exklusiv um Mengen der VA Intertrading gehandelt hat. Wir glauben aber, dass es noch Steigerungsmöglichkeiten gibt, speziell wenn man in Betracht zieht, dass die lokalen Behörden die Landwirtschaft zum zentralen Punkt ihrer Entwicklungsstrategie für die Jahre 2014 – 2020 gemacht haben. Von den über 260.000 Hektar Agrarland sind ca. 99% im Privatbesitz. Es wird hauptsächlich Weizen, Mais und Sonnenblumen sowie Gerste, Sojabohnen und Raps angebaut. Die Nähe zu Bukarest, der direkte Donauzugang und die vorhandenen Industrieparks in der Giurgiu Freizone unterstreichen den strategischen Ausblick auf eine wirtschaftliche und industrielle Entwicklung in der Region.

Es ist daher zu erwarten, dass die Danube Grain mittelfristig in der Lage sein wird, von diesem Projekt zu profitieren und ihre Mengen und Gewinne zu steigern.

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