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Die Frachtraten haben sich 2017 erholt, ein nachhaltiger Aufwärtstrend des Frachtmarktes zeichnet sich ab. Der Anstieg der weltweiten Handelsvolumina bzw. Schüttguttransporte ist ein Indiz dafür.

Transport
Die Frachtraten für Hochseeschiffe, im Wesentlichen ausgedrückt durch den Baltic Dry Index, haben sich im Jahr 2017 deutlich erholt. Nach einer langen Durststrecke für die Reeder seit der Finanzkrise 2008 und einem all-time low der Frachtraten 2016, haben wir 2017 speziell in der zweiten Jahreshälfte in allen Segmenten (Capesize, Panamax, Supramax und Handysize Schiffen) einen stabilen und stetigen Aufwärtstrend über das Jahr verteilt gesehen. Während IMF Schätzungen davon ausgehen, dass das World GDP 2017 um 3,6% gewachsen ist, soll das Handelsvolumen um 4,2% gestiegen sein und der Anteil an Schüttguttransporten daran etwas überraschenderweise sogar noch stärker um rund 5%. Dies ist ein Indiz dafür, dass der Anstieg auf soliden Wirtschaftsdaten basiert und davon auszugehen ist, dass es sich nicht nur um ein Strohfeuer handelt, sondern auch eine solide nachhaltige Erholung des Frachtenmarktes in Sicht ist. Die Weltflotte an Massengutfrachtern wuchs um etwas mehr als 3%. Positiv ist dennoch anzumerken, dass das „überbordende“ Bestellen von Neubauten der Vergangenheit anzugehören scheint.

Die große Frage ist nun, ob sich dieser Aufwärtstrend 2018 fortsetzen wird. Spricht man mit Reedern, Operatoren, Brokern so lässt sich erkennen, dass die Stimmung heute im Vergleich zum vorigen Jahr deutlich besser ist. Kombiniert man diese Einschätzung mit den soliden ökonomischen Daten, die dem Aufschwung zu Grunde liegen, so gehen wir davon aus, dass sich die Frachtraten 2018 zumindest auf aktuellem Niveau halten – wenn nicht sogar noch weiter zulegen werden, natürlich immer korrigiert um saisonale Schwankungen.

NOVOLOG
2017 war ein Jahr mit stabilen Einkünften bei unserem Stevedoring Joint Venture NOVOLOG in Odessa. Dies ist beachtlich, da uns im ersten Quartal der Hauptkunde Donetsksteel weggebrochen ist. Grund dafür war die zunehmende Verschärfung des Konflikts in der Ostukraine, was zur Folge hatte, dass wir 500-600.000 Tonnen an Pig Iron verloren haben.

Nichtsdestotrotz ist es gelungen, den Ausfall teilweise durch die Erhöhung von Transitmengen anderer Kunden und Produzenten wettzumachen. Daher ist der Jahresumschlag an Mengen verglichen mit 2016 nur um rund 10% zurückgegangen. Es wurden weiterhin gute Profite generiert und zudem wurde die Stellung von Novolog als einer der führenden Terminals für Stahl und Rohstoffe im Hafen von Odessa gestärkt.Aufgrund steigender Konkurrenz im ukrainischen Markt waren die Umschlagsraten für die Hauptwarenströme (Getreide, Stahl, Rohstoffe, etc…) das gesamte vergangene Jahr über leicht unter Druck. Es ist Novolog in diesem schwierigen Umfeld gelungen, eine Senkung der Tarife zu vermeiden. Dies ist hauptsächlich dem guten Ruf, den maßgeschneiderten kundenorientieren Lösungen und den stabilen langjährigen Kundenbeziehungen geschuldet.

Aufgrund der aktuell zufriedenstellenden Einkommenssituation wurde ein Reparatur- und Investitionsprogramm in die Verbesserung und Erneuerung von Umschlags-Equipment (Stapler, Zugmaschinen, etc…) gestartet, um den aktuell hohen Standard/Service auch die nächsten Jahre aufrechterhalten zu können.

Für 2018 ist geplant, die traditionellen Warenströme weiter zu halten: Stahl und Pig Iron von Arcelor Mittal, Stahl von BMZ, Tonerde in bulk und general Cargos von kleineren Produzenten. Zudem fand im vierten Quartal 2017 eine Probeverschiffung von Zucker statt. Sollte es gelingen, dieses Geschäft auf regelmäßiger Basis abzuwickeln, wäre das ein weiterer vielversprechender Ergebnisbeitrag für 2018.

NOVOLOG Services
Zu Beginn des Jahres schienen alle Zeichen auf grün zu stehen, es wurde ein ähnlich erfolgreiches Jahr wie 2016 erwartet. Leider ist aber im Februar mit der Verschärfung des Konflikts in der Ostukraine und der damit einhergehenden Transportblockade der Hauptkunde „PJSC Donetsksteel“ weggebrochen. Daher konzentrierte man sich das restliche Jahr auf die verbleibenden Warenströme. Aufgrund eines Mangels an Eisenbahnwaggons und saisonalen Schwankungen dieser speziellen Ware konnten 200.000mts umgeschlagen werden.

Danube Grain
Der Getreidesilo Danube Grain Services in Gostinu hatte ein weiteres zufriedenstellendes Jahr mit einem Umschlagsvolumen von rund 70.000 Tonnen, die zum Großteil von VAIT selbst umgeschlagen wurden.
Die Region Giurgiu County ist eines der wichtigsten Getreideanbaugebiete des Landes. Das Einzugsgebiet beläuft sich auf rund 258.965 Hektar und ähnlich wie in anderen Gebieten Rumäniens steigen die angebauten Getreidemengen jährlich.
Der Hauptvorteil der Region und des Silos ist die direkte Anbindung an die Donau, wodurch man den logistischen Vorteil der Donauschifffahrt genießen kann der, verglichen mit Land- oder Eisenbahntransporten, im Wesentlichen in niedrigeren Frachtkosten bei hohen Transportvolumen liegt. Voraussetzung dafür ist ein stabiler Wasserstand auf der Donau, der im Vorjahr konstant gegeben war, was aber nicht jedes Jahr der Fall ist.

Natürlich steht auch die Region Giurgiu in starkem Wettbewerb mit anderen Getreideanbauflächen in und außerhalb Rumäniens. Die Europäische Kommission hat eine Donau-Strategie erarbeitet, um die Attraktivität der Donau-Regionen weiter zu erhöhen – davon könnte auch Danube Grain profitieren.

VADECO
Zu allererst ein paar Kommentare zur generellen Situation in Rumänien, die auch einen direkten Einfluss auf das Geschäft der VADECO hatte: ein Anstieg der Öl- und daher Treibstoffpreise am internationalen Markt, eine Zunahme der Inflation – speziell im letzten Quartal und ein höher als erwarteter Wechselkurs Ron/Eur. All diese Faktoren bedeuteten eine Erhöhung der Kosten welche auch zu höheren Preisen führten.

Hafenumschlag sowie Petroleumtransporte mit der Eisenbahn:
Aufgrund unserer Erfahrung und langjährig stabilen Kundenbeziehungen ist es gelungen, den bestehenden Vertrag mit OMV bis 2019 zu verlängern mit der Option auf eine neuerliche Verlängerung um 2 Jahre. Die Preise wurden angepasst und es konnte speziell gegen Ende des Jahres ein leichter Anstieg an Mengen beobachtet werden. Es gilt zu sehen, ob sich dieser Trend 2018 fortsetzen wird.

Hafenumschlag sowie Getreidetransporte:
Trotz des steigenden Konkurrenzdrucks und der Neuausrichtung einiger „big Player“ am Markt war Vadeco erfolgreich, die „traditionellen“ Kunden im Wesentlichen zu halten. Es wurden für sie beinahe 300.000mts transportiert, was ihr Vertrauen in Vadeco und deren Expertise zeigt.

„Bunkering“ und damit zusammenhängende Hafenservices:
Das seit 3 Jahren bestehende Geschäft konnte ausgebaut werden und es ist gelungen, 85 Schiffe in Constanta, Braila und Galatz abzufertigen.

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